"ManegeFrei(heit)" von Johanna Maria Fritz

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Nach Ihrer Ausstellungseröffnung am 17. November 2017 in der P7 Gallery wollen wir Johanna-Maria Fritz nochmal vorstellen. 

"Schon früh konnte sich Johanna-Maria Fritz für die Zirkuswelt begeistern. So ist sie seit 2012 nicht nur fotografische Begleiterin sondern auch gern gesehener Freund eines ganz eigenen Kosmos. Mit ihrer Arbeit Sirkus Island setzte sie den Auftakt ihrer fotografischen Auseinandersetzung. Es folgten weitere Reisen in den Iran, nach Palästina und Afghanistan. Diese Länder, gezeichnet von bewaffneten Konflikten und konservativen Anschauungen, in denen die artistischen Protagonisten einen Hauch von Freiheit erahnen lassen."

 

Was genau hast du bei P7 Gallery unter dem Titel „Manege Frei(heit)" ausgestellt?

JMF: Das waren Zirkusfotografien aus dem Iran, Palästina, Afghanistan und Island.

 

Das Fotografieren von Zirkussen dominiert ja einen Großteil deiner Arbeiten. Woher kommt deine Affinität für das Zirkusleben?

JMF: Im ersten Uni-Jahr sollten wir uns ein Thema aussuchen, das wir langfristig begleiten. Ich fand Zirkusse schon immer sehr interessant und habe damals mit einem deutschen Zirkus angefangen: Zirkus Rolandos. Der ist viel im Osten unterwegs. Und als eine Freundin nach Island gezogen ist, hab ich zum ersten Mal von dem isländischen Zirkus gehört.

 

Wie kommt es, dass der Zirkus so einen Zauber auf dich ausgeübt hat?

JMF: Ich finde es einfach faszinierend, dass so viele verschiedene Nationalitäten dort zusammenarbeiten. Auch die kleinsten und die ältesten Personen sind wichtig. Es geht mir weniger um den Zirkus an sich als um die Zusammenstellung der Menschen, den Zusammenhalt der Familien, die Offenheit und natürlich die Freiheit. 

 

Wie wirst du denn von diesen Communities empfangen, wenn du dich als kurzzeitige Beobachterin anschließt?

JMF: Das ist tatsächlich sehr unterschiedlich.

 

Fühlst du dich wohl in der Rolle der Beobachterin oder wärst du manchmal auch gerne Teil der Zirkus-Compagnie?

JMF: Nein! Ich fühle mich ganz wohl als Beobachterin. 

 

Und was wird dein nächstes Projekt sein?

JMF: Gerade habe ich junge Geflüchtete aus dem Iran und Afghanistan, die sich im Berliner Tiergarten aufgrund ihrer Heroinsucht prostituieren, fotografiert. Und ich arbeite noch einem Projekt über heroinsüchtige Frauen in Afghanistan. 

 

Du reist ja häufiger in Krisengebiete. Und es klingt nach ziemlich gefährlichen Touren. Hast du eigentlich manchmal Angst?

JMF: Nein. Ich glaube, wenn ich Angst hätte, würde es keinen Sinn machen. Ich habe natürlich Respekt, aber ich plane ja auch vorher. Man kann natürlich nicht alles berücksichtigen und wenn was passiert, dass passiert es eben. Wenn mich jemand klauen will, dann wird er das sowieso tun. Auch wenn ich den besten Plan und die besten Security-Männer habe. 

 

Letzte Frage. Fotografierst du lieber digital oder analog?

JMF: Ich fotografiere am liebsten analog ,weil ich das beschränkt sein auf 12 Bilder sehr mag. Außerdem reagieren die Protagonisten sehr gut auf die Kamera - sind entspannter. 

 

http://johannamariafritz.com

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